Actual Mixtape No. 1.

In einem anderen Blogeintrag hatte ich anklingen lassen, dass ich nun Besitzer eines vier-rädrigen Gefährts mit motorisierter Antriebskraft bin. Ich nenne es liebevoll Chaos Karre oder Donnercar – ich konnte mich noch nicht auf einen charmanten Namen einigen. Immerhin sind beide zutreffend, besonders aufgrund meiner brachialen Fahrweise.

Ich glaube ohne mein Zutun wäre dieses Gefährt ein kleiner unscheinbarer Flitzer, den die Hood nicht hinter der Hand geflüstert als Beinbrecher handhaben würde. Aber Pauline, die Grobmotorische, sitzt leider hinter dem Steuer. Ab hier kann jetzt eigentlich alles nur noch schlimmer werden.

Dieses Auto brauche ich nun um jeden Tag 33 Kilometer gen Landeshauptstadt zu fahren um 8,5 Stunden später den gleichen Weg wieder zurück zu cruisen. Cruisen ist hier das richtige Wort, denn nicht jeder, der anderen (gefühlt zehntausend) Verkehrsteilnehmer hat so einen Betonfuß und sollche Stahlnerven wie ich. Kurven im Wald sind nun mal gruselig. Da kann ich es verstehen, wieso man diese stehend mit 60 km/h und angezogener Handbremse entlang rollt. Würde ich in einem 320i BMW auch nicht anders machen. I feel you bro!

Anti Hate-Mixtape.

Um mich bei Laune zu halten und ein bisschen am Zahn der Zeit zu bleiben habe ich mir kürzlich eine Kassette überspielt. Ja, richtig. Eine Kassette. Das Gayfährt hat nämlich nur ein Kassettendeck und ich finde dieses Interface viel zu spannend als es gegen einen CD-Player oder MP3-CD Player austauschen zu lassen. Dafür müsste ich auch unendlich viele CDs brennen. Gleiche Arbeit – weniger Flair.

Bevor ich weiter über den Pro-Cassette Grundsatz rede, gibt es hier erst einmal meine zauberhafte Playlist. Jetzt könnt Ihr euch wenigstens akustisch in meine täglichen Reisen einfühlen und wenn ich ehrlich sein soll: Ich empfehle es keinem auch nur einen Fuß über die Schwelle des gelben Todesblitzes zu heben.

Da mein Musikgeschmack ja unglaublich eindimensional ist, befindet sich gegen allen Vermutungen hauptsächlich Hip Hop & R’n’B auf diesem Mixtape. Die einzige Ausnahme ist ein Anime Lied. Wow. Metalpauli hört Hip Hop. Metalpauli kann sogar jedes Lied mitsingen – auch die auf koreanisch. Für eine A1 Aussprache garantiere ich aber nicht. Diversität macht Spaß. Und Metal nervt mich übrigens mittlerweile.

Mein Lieblingslied unter den anderen wunderbaren Liedern ist übrigens „Good“ von Loco, Gray & Elo.

Um die zahlreichen Nahtoderfahrungen aller Anwohner meiner Ghetto-Hood akustisch schön untermalen zu können, habe ich ganz Gangster eine R.E.M. und Nirvana unplugged Kassette überspielt. Ich spüre wie mein Street Cred gerade steigt. Morgen lackiere ich meine Spielzeugpistole Chrome. Das bringt mich auf eine andere Idee: Mein Widdowmaker in Gelb-Chrom. Stereotypen müssen doch erfüllt werden. Ich rolle mich jetzt lachend ins Bett.

Danke für die Aufmerksamkeit & Gute Nacht.