Coldrain at Reithalle in Dresden.

Und schon wieder habe ich Bullet for my Valentine ungewollt live gesehen. Fangen wir aber von vorn an.

Durch allgemeines Stalking bemerkte ich, dass Coldrain wieder einmal mit Bullet auf Tour gehen würden. Auf Grund meines beharrlichen Triebs nach Informationen über Coldrain fand ich auch heraus, dass sehr viele Konzerte von dieser Tour sehr schnell ausverkauft waren und dies war auch der Grund weshalb ich meine Karte auf eBay kaufen musste. Doofe Pauline ist eben doof. Aber durch diese dumme Aktion konnte ich noch etwas Geld sparen, worum es mir aber eigentlich überhaupt nicht ging. Ich würde sehr viel mehr als 35 Euro Zahlen um Coldrain wieder live sehen zu können. Ups! Nicht das die Manager von den Jungs meine Aussage als Grundlage nehmen um horrende Preise zu verlangen.

Zeitpunkt der Wiederkehr dieser wundervollen Band kenne ich auch schon. Zumindest meinte Masato, dass sie nächsten Frühling eine Headlinertour planen und versuchen auf mehreren Festivals zu spielen. Das hat er mir um 3 in dem Dönerladen erzählt in dem ich die ganze Truppe zufällig getroffen habe. Es war ein sinnloses Gespräch und meine Knie haben gezittert aber mein Fangirl Herz hat danach wie verrückt geschlagen. Happy Pauline ist jetzt noch Happier. #BestDayOfMyLife

Der ganze Freitag dem 6. November fing 5:40 mit dem lieblichen Klingeln meines Weckers an. Ich musste nämlich zur Frühschicht. Diese war weniger ereignisreich aber jener Teil des Tages ist trotzdem ein wichtiger Teil des Erzählgeschehens. Direkt nach der Frühschicht ging es mit einer Limo nach Dresden zum privaten Italiener und einer kleiner Tratschrunde bis ich gegen 19:00 zur S-Bahnhaltestelle raste und Richtung Industriegebiet fuhr. Dort hatte ich mich noch mit einem Freund verabredet, den ich ungefähr ein halbes Jahr nicht mehr gesehen hatte. Wir hatten bei drei Bieren tiefgründige Gespräche über alles und jeden. Teilweise nur von den Hummeln in meinem Arsch unterbrochen. Coldrain hatten leider mal wieder die wundervolle Aufgabe des Openers erwischt und ich wollte zeitnah sehr weit vorn im Publikum stehen. Das Ziel war es weiblichen Hysterien aus dem Weg zu gehen.

Bei Coldrain habe ich das geschafft, aber bei While She Sleeps wurde mir in den Rücken geboxt, weil ich leider auf dem Klo war und so meine super Position weit vorn im Publikum aufgeben musste. Ohne Frage wollte ich diese wieder haben. Ein Mädchen konnte das nicht verstehen, weswegen sie mir dann ihre Fingernägel in den Oberarm rammte und mich mit ihrer Freundin zur Seite schob. Dort hatte ich übrigens genauso gute Sicht. Mal ehrlich: Wenn sich jemand größeres vor dich stellt, dann macht er das nicht mit Absicht, nur aus Liebe zur Musik und der Band. Die zwei hysterischen Mädels hatten sich übrigens vorher auch durchgemogelt…

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Egal. Coldrain waren wie erwarten super gut und ich habe mal wieder die ganze Zeit mitgesungen – oder eher mitgegröhlt. Erstaunlich, dass ich danach noch eine Stimme hatte. Leider war das Konzert wieder unglaublich kurz. Ich kann nächstes Jahr und die Headlinershow von Coldrain kaum erwarten. Dann habe ich endlich die Chance meine Stimme vollständig wegbrüllen zu können.

Ich war auch erstaunt, wie das restliche Publikum – offensichtlich keine Coldrainfans – zu deren Musik abgegangen sind. Bei den letzten beiden Coldrain Konzerten in Berlin und Leipzig konnte man das Verhalten der restlichen Anwesenden als wesentlich zurückhaltender, wenn nicht sogar als reserviert bezeichnen. Ironisch ist es auch, dass bei dem Leipzig Konzert While She Sleeps ausgefallen waren und dafür Coldrain eingesprungen sind.

Diese hatten übrigens eine genauso kurze Spielzeit wie die Japaner. Dafür haben sich Bullet danach erstmal eine Stunde lang feiern lassen, bis sie endlich auf die Bühne traten. Im Gegensatz zum Leipzig Konzert (bei dem ich mürrisch im hinteren Teil der Konzerthalle wartete) habe ich meine Poleposition, die ich mir während While She Sleeps erdrängelt hatte, nicht verlassen und durfte dieses mal Bullet aus nächster Nähe sehen. YAY. Ohne Frage war ich nach dem Konzert etwas durchgeschwitzt. Uuupsi.

Ich war gefühlt auch die letzte, die sich Zeug von Coldrain unterschreiben lassen hat. Masato war auch überrascht, dass ich „The Evil Inside“ dabei hatte. Er gab auch zu nicht mehr zu wissen, wie diese aussah. Jetzt haben die Jungs alle 5 CD’s unterschrieben und es wird Zeit für die nächste Platte!

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