Festivaltour 2013 (4): Wacken Open Air – Teil 2

Der zweite Wackeneintrag begann mit einem ausgiebigen Abendbrot. Das musste unbedingt sein, da ich durch die bereits erwähnte Hitze absolut überhaupt keinen Hunger hatte. Mein Abendbrot war nicht nur ein Pitabrot das mit Kasseler in roter Soße gefüllt war, sondern auch eine Erfindung von Tim Mälzer. Den habe ich übrigens auch getroffen. Der sah ganz schön angepisst aus. Das lag wohl am Schlammball, der an seiner Heckscheibe klebte.

Da ich jetzt gut gestärkt war ging es in schnellen Schritten weit nach vorn im Doro Publikum. Es ist mir egal was alle über Doro sagen, ich fand ihre Show großartig. Einzig negative Punkt war der Gastauftritt vom Fisch – auch bekannt als Subway to Sally Sänger.



Nachdem die legendäre Doro Show zu Ende war schauten wir bei Uli John Roth’s Band vorbei. Wie schon in dem letzten „Crappy Pictures Made By Me“ Eintrag erwähnt war hier das Highlight derdiedas Bassist. Es war übrigens ein Mann und Peter fiel das auch erst auf als ich irgendwas in der Art wie „Ei, das ist ja ein Bassist“ zu ihm sagte.

Als das Interesse an dem MannFrau-Wesen nachließ begaben wir uns wieder in Richtung Zeltplatz und ließen und eins bis sehr viele Biere schmecken.







So gegen halb oder um 6 legte ich mich dann auch mal auf meine Luftmatratze. Ich war zwar noch nicht müde aber alle anderen aus unserer 11 Mann starken Reisegruppe hatten sich bereits ins Traumland verabschiedet.

Wacken Tag Nummer Drei startete ich mit einer Dusche. Nach der Hitze vom Vortag war das echt eine super gute Entscheidung. Im Anschluss spazierte ich ein bisschen mit Peter und Manu durchs Wackinger Dorf und gönnte mir ein leckeres Brötchen zum Mittag/Frühstück. Trotzdem war Tag Drei eher dröge als ereignisreich. Wir verbrachten die Zeit hauptsächlich im VIP-Bereich und lauschten dort den Interviews. Ich war aber auch bei Anthrax und habe Glen Ranzig ähhh Danzig per Live-Übertragung in den VIP-Bereich gesehen.

Zuvor hatte es übrigens wunderbar fein geschüttet und dies machte mich richtig glücklich, da ich endlich wieder meine Gummistiefel tragen durfte. Zudem müssten sich meine Wacken-Stiefel ganz schön gefreut haben endlich mal in Wacken-Schlamm zu waten. Das war das erste und auch das letzte Mal.

Dies ist Anthrax!



Wieso ich im VIP-Bereich war, anstatt mir Danzig live zu pressen lässt sich leicht erklären. Herr Danzig ist Ranzig und ich wollte eine Unterschrift von Doro haben. Das habe ich auch mit Erfolg erhalten und Doro hätte fast meinen Edding geklaut.



Der letzte Wackenabend war eher weniger spannend. Das Bier war alle und ich wollte unbedingt zu Hardcore Superstars, die aber erst um 1 Spielen sollten. Um aber die Zeit nicht gelangweilt auf dem Zeltplatz verbringen zu müssen begab ich mich mit Manu zu Candlemass. Im Nachhinein muss ich zugeben, dass es eine super Entscheidung war Alice Cooper dafür sausen zu lassen. Davon mal abgesehen, dass ich es nie wirklich vor hatte mir den alten Mann zu pressen.

Danach war es immer noch nicht spät genug um Richtung Hardcore Superstars zu schlendern. Deswegen quälte ich mich selbst mit den Winkefleisch der Nightwish Sängerin und so wurde der Abend noch öder. Im Nightwish-Tief verabschiedeten sich zudem noch 3 meiner 5 Mann starken Pilgergruppe in Richtung glücklichen Träumen. Mein Martyrium war dann aber leider noch nicht beendet. Der Lichttechniker von Meshuggah hat mir fast einen epileptischen Anfall beschert. Aber dank Bierspenden vom Alpha Tiger Lichtmann hab ich alles doch gut durchgestanden. Traurigerweise habe ich dadurch Hardcore Superstars verpasst.

Öde Abende enden halt nie gut. Zwischenzeitlich wurde ich von einem Australier angesprochen, der anscheinend krasse Torschlusspanik hatte, da er direkt wissen wollte ob ich einen Freund habe.






Am nächsten Tag packte ich mein nasses Zelt voller Elan zusammen und stopfte Peters Auto systematisch mit Kram zu und dann ging es erstmal auf Jagd nach Hannah – Erdis Klassenkameradin – und im Anschluss auf die Autobahn.


 

Spongebob war neben Manfred auch dabei und beide waren sehr gut gelaunt. Im Gegensatz zu manch anderen Passagieren. Hab ich schon erzählt, dass ich keinen Sonnenbrand bekommen habe?





Jetzt ist offiziell Wacken bei mir zu Ende. Ich mag nämlich nicht mehr weiterschreiben und ich bezweifle ob ich noch einmal dorthin pilgern werde…