Friday Fail #32 – Langchamp „Le Pliage“

Das Internet ist so unglaublich gemein. Da gibts so viele tolle Bilder, die man angucken und die so Zeit vergessen kann. Tückig. Sowas mach ich aber mehr als gern. Peter zieht mich sogar sehr oft damit auf, aber man sieht öfters etwas, das einen inspiriert und einem gefällt.

Das totale Gegenteil zu inspierend und schön sieht man an immer mehr Handgelenken/Armbeugen von viel zu vielen Mädchen. Besonders öft ist es an Ärmen von Schülerinnen in Klassenreisegruppen, die immer gern mal Weimar infiltrieren und belagern, zu finden. Ich rede hier von der äußerst hübschen „Longchamp“ – Tasche. Ich weiß nicht ob es euch auch aufgefallen ist, aber diese Mistdinger sind irgendwie „It-Bags“ geworden. Und das verstehe ich auf keiner möglichen Ebene.

1. sind die hässlich, wie die Pest
2. sie haben ein äußerst unhübsches Äußeres
3. kann man sie schnell mit dem Dederon-Beutel meiner Oma verwechseln
4. bekomme ich jedesmal das pure Kotzen beim Anblick dieser Dinger
5. Die Farben sind genauso brechreizerregend, wie die der Steppjacken.
6. Augenkrebs. Akuter, schmerzhafter Augenkrebs.
7. Preis.

Normalerweise sind „It-Bags“-Handtaschen, die tatsächlich nach etwas aussehen bzw Neid bei anderen Fashionistas aufkommen lassen, die diese nicht haben. So zumindest wurde mir diese It-Bag-Thematik jedenfalls von Sex and the City übermittelt. Beim Anblick von Mädchen, die mit einer sollchen Taschen durch die Gegend schlendern, möchte ich sie entweder in eine Wolldecke einwickeln, von der Tasche befreien und diese dann auf einem großen Scheiterhaufen verbrennen oder so laut auslachen, dass ich einen Krampf im Bauch bekomme. Das ist mehr als armselig.

Nur weil diese Tasche faltbar und leicht ist, kann es doch nicht gerechtfertigt sein, dass dieses Ding so teuer sind. Jutebeutel sind auch beliebt aber die bekommt man an jeder Ecke hinterhergeworfen. Zudem sind die mehr als faltbar – sie sind knüllbar!!! Außerdem kann man mit den Jutebeuteln noch ein fünkchen Individualismus zeigen. Bei dieser Taschenheischerei ist man nur mal wieder zum Opfer der Konsumgesellschaft geworden und durchläuft mehr schnell als langsam eine Metamorphose zur Einheitsmasse…

Sind wir also mal wieder bei meinem Lieblingsthema. Der Masse, aus der jeder versucht hervorzublitzen es aber trotzdem die Mehrheit nicht schafft, weil vorgeschriebene Trends doch so viel einfacher zu befolgen sind, als seinen eigenen Interessen zu folgen. Traurig. Es gibt so viele hübsche Taschen, wieso muss es dann gerade so ein Modell sein, dass so unglaublich nach Oma aussieht, dass es vielleicht schon nach Kernseife riecht.

Die jetzige Kaufgeneration ist eh mehr als ein bisschen behämmert im Kopf. Es wird mehr nach Trend und Aussehen gekauft als mit dem was sich hinter den Augen im Kopf befindet… Stichwort: Apple. In technischen Daten sind die immer schlechter als gleichteure PC’s & Smartphones. Trotzdem werden die wie bekloppt verkauft. Ich möchte auch mal ein Produkt bauen, was scheiße ist, scheiße aussieht, scheiße teuer ist und troztdem den Markt anführt. Das ist mein großes Ziel im Leben.

Also dann steht jetzt auf meiner To Do Liste:

– „erfolgreiche Vermarktung für Schrott“ – Seminar besuchen
– Schrott produzieren
– wahnsinnig viel Schrott an oberflächige Menschen verkaufen
– ordentlich Schotter machen…