Friday Fail #27 – Materialeinsparungen & Zahnbürste.

Ich hasse meine neue Zahnbürste. Die Vorraussetzungen für eine gute Partnerschaft waren eigentlich sichtlich gut gewesen: Sie ist rosa und Peter hat sie mir gekauft.

Aber dieses Ding ist der extremste Auswuchs von Kundenverarschungen. Die Bürste ist so astronomisch verkleinert wurden, sodass es keine Freude mehr beim Putzen ist. Da könnte man sich auch einen Ohrenputzer in den Schnabel schieben und es würde zum gleichen Ergebnis kommen. Nämlich zu keinem. Man rührt also mit dem Quark im Mund umher und erhält kein wirklich erwünschtes Ergebnis. Das Ergebnis zu dem man gelangt ist ein penetriertes Zahnfleisch und genauso viel Zahnbelag wie vor der drei minütigen Rührerei mit diesem Stück Plaste auf den Zähnen.

Es juckt mir jetzt richtig in den Fingern ein querulantischen Brief an den Zahnbürsten-Hersteller zu schreiben. Sowas geht doch nicht. Wenn man schon sollche massiven Materialkürzungen vornehmen muss, dann sollte man das an einem Teil der Zahnbürste tun, der nicht wirklich so essentiell ist. Beziehungsweise sollte man da etwas dezenter ans Werk gehen. Außerdem kann man das Ding nicht Zahnbürste nennen, sondern eher als Putzhilfmittel für besonders unzugängliche Stellen im Haushalt… aber weiß Gott nicht im Mund. Wenn doch müsste man doppelt so viel Zeit aufwenden, so dass der gleiche Effekt entsteht wie mit einer normalen Zahnbürste. Ich würde gern wissen, wie diese Zahnbürstenfirma diese radikale Veränderung begründet. Also mit welchen fachmedizinischen Scheißausdrücken…

Ich würde auch wetten, dass dieser Bürstenkopf fast noch kleiner ist, als der einer Kinderzahnbürste. Zum Vergleich hab ich mal meine alte und die neue Zahnbürste nebeneinander gelegt. (Die neue liegt natürlich bei beiden Bildern oben.)

Das nächste was mich zahnbürstentechnich ankotzt ist, dass es für meine elektrische Zahnbürste echt NIRGENDS im lokalen Einzelhandel Ersatzköpfe gibt. Der Marktführer Oral B sprengt die ganzen Verkaufsstände so extrem, dass Nischenproduktler im Internet oder in eine größere Stadt gehen müssen um sich weiterhin die Fresse elektronisch polieren lassen zu können. Wie war nochmal meine Meinung zu Monopolen? Ach ja, ich mag sie nicht! aber nur so lange bis ich auch Inhaber eines Monopolprodukts bin.