Ostereiersuche in dino-tastischer Gesellschaft.

+ + + + + + + Achtung: Extrem langer Eintrag! + + + + + + +

Ohne größe Umschweife möchte ich nun den nachfolgend thematisierten Ausflug als das beste bezeichnen, was ich in den vergangenen Jahren während der Osterfeierlichkeiten getrieben habe.

Ein kurzer Rückblick ins Jahr 2014 kann diese These eindeutig bestätigen: Damals habe ich nicht nur an meinem Master gearbeitet, sondern auch die Feiertage allein in meinem Arbeitsraum in Weimar verbracht. Und die letzten zwei Jahre war ich womöglich im Schwimmbad arbeiten. #Feiertagszuschlag!

Deswegen war etwas Besonderes mehr oder minder Pflicht. Die Ausflugszielauswahl fiel auf den Dinosaurierpark, da dieser auch bei möglich aufkommenden Regen supergeil sein würde. Es hat tatsächlich geregnet aber vielleicht nur für fünf Minuten, von denen es zwei hagelte. Zum Glück gab es aber viele recht gewaltige Dinos, die uns liebenswürdiger Weise Unterschlupf gewährten.

Erstaunlich wie viele Eltern ihre Kinder blind durch den Park und auf Saurier gehoben haben. An dieser Stelle musste ich mich fragen, wer die Kosten tragen darf, wenn im Falle eines Falles einem Dino eine Gliedmaße abhanden kommt. Die Versicherung doch sicherlich nicht, oder?

Und der Gedanke an eine Dinoamputation bringt mich zu dem Gedanken wie diese Skulpturen aufgebaut sind und dies führt mich ernsthaft zu dem Verlangen selbst eine Dinofigur zu basteln. Natürlich nicht in der im Park ausgestellten Größe. Nein, ich wäre für eine Größe, die sich mit meinen anderen Dinosaurierfiguren sehr gut verträgt. Aus dem Stegreif würde ich jetzt wohl zu 20-35 cm tendieren. Dieses DIY Fieber in mir, in Verbindung mit meinem Größenwahn ist nie wirklich gut. Es bewahrt mich aber davor Langweile zu bekommen und ich darf auch stehts neue Dinge erlernen. Ich dulde eben keinen Gehirnstillstand.

Mein letzter Besuch im Saurierpark wird womöglich gute 15 Jahre her sein, trotzdem bin ich ähnlich wie bei diesem letzten Besuch kreischend von Dino zu Dino geflitzt. Besonders beim Liopleurodon ist meine Begeisterung weit über die Skala hinaus geschossen. Dieser Räuber ist einfach unglaublich cool und ich würde diesen sehr gern meiner Dino-Plüschtier Sammlung hinzufügen. Also wer ein Liopleurodon-Kuscheltier mit mindestens 51cm Körperlänge findet, kann dieses bitte umgehend an mich weiterleiten. Ich bedanke mich nun herzlich im Vornherein.

Übrigens sind Dinosaurier und Spielplätze schon separat Hitgiganten, aber wenn man diese zwei Komponenten kombiniert ist das Ergebnis ein Garant für ein grenzdebiles Lächeln in meinem Gesicht. Dieses Grinsen war selbstverständlich über den kompletten Aufenthalt ein treuer Begleiter.

Ich möchte mich nun auch bei meiner Schwester für diese zauberhaften Fotos von mir und meinem neuen Nähprojekt bedanken. Dieses Projekt, ein Erdbeer Rucksack, besteht unter anderem aus einem Fundartikel aus dem Schwimmbad, das ich vor dem Recycling rettete. Wie geplant konnte ich das Projekt am Tag vorher beenden und so nutzte ich den Ausflug zum Testen und als Fototermin. Wenn jetzt in Zukunft alle meine Pläne so phänomenal aufgehen sollten, dann bin ich definitiv mehr als glücklich. Ich glaube auch, dass dann dieses grenzdebiles Grinsen niemals aus meinem Gesicht verschwinden wird. Darauf freue ich mich schon.

Poopattack mit anschließender Revanche.

Das eindeutige Herzstück des Parks ist definitiv der Kletterurwald. Darunter kann man sich ein Konglomerat aus den besten Klettergerüst-Elementen vorstellen, das unbeschreibliche 3 Etagen und schon starke Ähnlichkeiten mit dem Ninja Warrior Parkour hatte. Man hätte drei Mal durch dieses Bauwerk kraxeln können ohne alle Ausgänge, Abkürzungen und Attraktionen genutzt zu haben. Dieser Urwald war einfach gigantisch – damit meine ich sowohl die Ausmaße als auch den Spaßfaktor.

Ich sollte auch hervorheben, dass dieses Klettergerüst, sowie der ganze Park, nicht nur für kleine Kinder konzipiert ist, sondern auch für ältere Kinder. Umgangssprachlich bezeichnet man letzteres auch als Eltern oder so wie mich: einen jungen Erwachsenen. Das ist übrigens eine furchtbare Bezeichnung.

Ja, dieser Eintrag ist eine absolute Empfehlung dafür diesen Park in Kleinwelka mal wieder besuchen zu gehen. Ich hätte auch nichts gegen Besuch No. 2 in diesem Jahr.

Da ist wohl jemand umgefallen. Das Klettergerüst forderte seinen Tribut.

Am Ende der neugebauten Elemente des Parks gibts es noch den, sagen wir, Ur-Teil des Parks. An diesen Part des Parks kann ich mich noch eindeutig erinnern und selbst damals fand ich ihn nicht sonderlich gut. Lustig wars aber auf alle Fälle. Besonders dieser Büffel ist die Härte. Für mein Verständnis schaut er etwas zu treudoof für ein Geschöpf, welches kurz vorm Tod steht. Der sieht eher so aus: „Ja, ich bin ein feiner Büffel. Ich leg mich jetzt hin. Bekomm‘ ich jetzt ein Stöckchen?“

Weiterhin war das nächste Schaubild mehr als absurd. Aliens in einem Dinosaurierpark. Diese Verbindung ist doch vollkommen verständlich, findet ihr nicht?


Diese Darstellung der Entstehung des Lebens gehörte nicht mehr zum Saurierpark. Ein Anwohner hatte sich diese Darstellung in seine Einfahrt zusammen mit Sigfried (?) eingebaut. Ich hätte auch gern eine riesige Skulptur in meinem Garten. Ich kann mir das Rasen mähen aber etwas herausfordernd vorstellen.

Zum Abschluss unseres Besuchs und dieses Eintrags gibt es noch dieses zauberhafte Gruppenandenkenbild.

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Crappy Pictures by my mobile #58

Mir ist bewusst, dass die Welt bereits sieben volle Tage auf diesen zauberhaften Blogeintrag mit seinen sagenumwobenen Informationen wartet und nach neuen Erkenntnissen giert. Das warten hat ein Ende. Der Heiland ist geschrieben worden. Meine neue Hörbuchsucht hält mich von geistiger Arbeit ab und lässt mich auf handwerklicher Ebene produktiver werkeln. Zum Beispiel habe ich endlich einige von den Crime Nine Produktbildern aktualisiert. Noch viel dringender sollte ich diese Webseite und insbesondere die Homepage aktualisieren. Wer hört jetzt auch, wie die Hörbücher in der Bibliothek nach mir rufen?

Jacke wie Hose. Jetzt wird Tacheles gequatscht.

Wie ihr wisst, quäle ich mich hin und wieder im spritzigen Galopp über Landmassen und da ich hin und wieder meinem Gehirn nicht zuhören will, nehme ich mein Handy (wegen der musikalischen Untermalung) mit. Deswegen kann ich solche schönen Farbkombinationen einfangen. Mit etwas Bearbeitung und keiner gebrochenen Kameralinse wäre das wohl ein wirklich schönes Bild. Langsam sollte ich darüber nachdenken ein Kalender erstellen zu wollen: „Joggingtripps“ oder „Getrippel durch das Unterholz“. Mh. Ich bin unschlüssig, aber was ich sicher weiß ist, dass ich B2 oder Beeeetwoo erfolgreich verschlungen habe. Bei mit hat nichts eine Chance. Obwohl. Diese Wurst sah mir zuuuu appetitlich aus. Yammi!

Aber was rege ich mich über die LEBENSWURST auf, wenn dies hier mein Abendbrot ist/war. Ich würde es lieblich als kreatives Kochen bezeichnen. Kreativ gehandelt habe ich auch bei folgendem Bild. Das ist zum einen Acrylfarbe, Siebdruckfarbe auf Wasser Basis und China Tinte. Damit habe ich einen Bettdeckenbezug, ein Kopfkissenbezug, ein T-Shirt und zwei Stoffbahnen recht ekelerregend eingefärbt. Jap – es war ein sehr schimmeliger Anblick. Aus diesem Grund habe ich auch noch eine „sinnliche Beere“ drüber legen lassen. Jetzt könnte man es fast als Designer-Stoff bezeichnen. Lustigerweise kann man aber alles, was meinen zarten Fingerchen erstellen und anfassen, aufgrund meiner sagenumwobenen Ausbildung als Designer-Produkt bezeichnen. Genau wie diese Konstruktion. Ich schüttele gerade sehr stolz meinen Kopf und dieser Satz tropft zum Glück nicht vor Ironie.

Da das Schicksal einen immer gern einholt, übernahm meine Nähmaschine die Aufgabe des Henkers und rammte mir Ihren Unterfaden-Greifer (?) in den Zeigefinger. Es könnte auch ein Akt der Selbstverteidigung gewesen sein. Ich war nicht sonderlich zögerlich und rücksichtsvoll im Vorfeld dieser Verletzung. Das ist Ralf. Er wurde mir zur Adoption weitergereicht, nachdem er in der freien Wildbahn aufgegriffen worden ist. Wer setzt denn arme Dinos aus? Vielleicht genau die gleichen Leute, die auch mit einer Leiche im Teppich umziehen?

Bitte einmal Oberschenkel Amputation, Hüftbrechung und 10 Kilo Fett Absaugung – ICH MUSS IN DIESE HOSE PASSEN! Das ist doch ne Kindergröße. Welche erwachsene Frau passt da rein, die größer als 1,60 m ist? Nein, ich habe nicht in der Kinderabteilung gewühlt. Ich werde auch nicht müde Sonnenuntergänge und Himmel zu fotografieren. Es ist zwar ein unglaublich ödes Motiv, aber Leute stehen ja drauf. Da hat man wenig Aufwand und hohen Nutzen. Schon traurig. Da grusele ich mich lieber vor diesen Augen. Das ist Zuckerdekor, mit dem man alle Backunfälle erfolgreich kaschieren kann. Ich sollte ein Video darüber machen!

Hingegen finde ich Videos von meinen Nähabenteuern mittlerweile nicht mehr filmenswert. Am Kragen könnt ihr einen der wundervoll gefärbten Stoffe erkennen. Anhand dieser Beweise habe ich das Färbe-Experiment als vollkommenen Erfolg eingestuft. Gefühle des Sieges lösten auch diese Zugfahrt aus. Bei den Agilis Kontrolleuren gibt es ein Vögelchen auf die Fahrkarte. Hingegen haben die „Erfinder“ dieser weltverändernden Power Schnur, die unendlichen Spaß verspricht, all ihre zwitschernden Spaßgesellen aus dem Oberstübchen fliegen lassen. Erinnert mich ein bisschen an die glibberige Variante eines Hundespielzeugs.

Und hier sehen Sie die kitschige Version einer Bikinidekoration. Ich habe mich dagegen entschieden. Vielleicht beim nächsten mal und darauf freue ich mich schon. Vielleicht sogar mehr als darauf bald wieder Kaffee in der Sonne zu trinken. Das war wunderbar. Wunderbar wäre es auch, wenn diese Handpuppen nur 50 Cent gekostet hätten. Dann hätte ich jetzt 2 neue Dinohandpuppen. Wieso weiß ich nicht, aber ich hätte sie. Ist doch logisch.

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März, du listiger Schurke.

Mahalo. Ich begrüße Sie recht herzlich aus meiner Bastelhöhle.

Uuund nach diesem Satz verspüre ich irgendwie den Drang einen Bastel-Youtube Kanal zu eröffnen. Damit ich nur noch mehr von meinem Wissen im Internet verteilen und mich in die Reihe der unnötig überzähligen DIY-Youtuber einreihen kann. Das sind Lifegoals!

Mein momentanes Ziel ist es aber mehr mein Verlangen nach Nahrung zu stillen. Dazu muss ich aber leider in den Regen und das dämpft irgendwie die Kauffreude. Zudem darf ich noch auf ein GLS Paket warten. Hurrah. Oh Gott was mach ich jetzt? An dieser Stelle könnte man sich vorstellen, wie ich wild mit den Armen rudernd durch die Wohnung stürze um so gekonnt die personifizierte Unentschlossenheit darzustellen.

Aber eigentlich werde ich wie üblich das Verhalten der Briten imitieren, mir einen Tee kochen und calm bleiben. Nützt ja alles nichts.

… irgendwelche kreative Ergüsse?

» auf unkonventioneller Art und Weise Stoffe gefärbt.
» ein Basecap genäht
» eine Haijacke und eine Blümchenjacke genäht
» es gab auch ein Bikini-Projekt

Ohrwürm(er) des Monats:

» BewhY – The Time Goes On & 로꼬, GRAY – GOOD (Feat. ELO)

mehr oder weniger spannende Filme:

» Dr.Strange (8)
» Kubo tapferer Samurai (10!)
» First Avenger Winter Soldier (6)
» Ant Man (6)
» Avengers „Civil War“ (5)
» Rubinrot (7)
» Saphirblau (6)
» Smaragdgrün (7)
» Prakti.com (5)

… irgendetwas tolles passiert?

» Ich war in Grafenau
» Ich hab mir ein Skateboard gekauft.
» meine wundervolle Schwester hatte Geburtstag und es gab Monsterkuchen. ♥

suchtstillende Serien:

» Start Up (5)
» Marvelous Mrs. Maisel (9)
» Fresh of the Boat (8)

… und in diesem Monat?

Ich muss unbedingt:

» mehr Hörbücher besorgen
» Bewerbungen schreiben.
» nicht übermäßig negativ denken
» Siebdrucken!
» Stofflager dezimieren. Langsam sind die Stoffberge unschön.
» vernachlässigte Nähprojekte beenden!

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Adventure Time auf dem Spielplatz im Bäreal.

Aus einem Grund, den ich hier nicht erläutern werde, bin ich eines Tages viel zu früh aufgestanden und mehrere Stunden mit der Deutschen Bahn durch die wundervolle Bundesrepublik gefahren. Selbstverständlich gab es Verspätungen und alternative Routen und sehr viel Freude, aber letztendlich bin ich in einem Stück und bei atemberaubend gutem Wetter an meinem Ziel angekommen.

Die Erkundungstour, die ich in dem nachfolgendem Video dokumentiert habe, startete mit meiner Neugier für die lokale Schwimmhalle. Leider konnte man von dieser nur die zauberhafte Außenhaut begutachten. Zudem kam ich mir auch etwas doof vor, als ich deswegen auf einem Schulgelände herum schlich. Da ich kein Creep sein wollte brach ich diese Mission ab um den Rest der Kleinstadt zu erkunden, Spielplätze zu testen und mehr Übung im Skateboard fahren zu bekommen.

Leider war überall noch sehr viel Split verstreut, weswegen ich mich mehrmals mit gewagten Sprüngen von meinem Brett und vor Halsbrüchen retten musste. Diese Fails werde ich euch aber auch nicht zeigen – viel zu peinlich.

Aber erstmal Spielplatz – Video ansehen! :)

Bei dem nachfolgenden Bild – einem Bildschirmfoto von meinem Handy – muss sich entweder mein heiß geliebtes Blackberry Classic, der Android Emulator oder Google Maps schämen. Jedenfalls war es ein wundervoller Glitch. In der Situation, in der ich gern navigiert worden wäre, war dieser nicht ganz so toll, aber jetzt im Nachhinein erfreue ich mich sehr aufgrund dieses Anblicks. Hach. Und Abendessen habe ich definitiv nicht gesucht.

Nachdem ich fertig mit dem Erkunden gewesen bin, zog ich mich, wie im Video erwähnt in mein Hotelzimmer zurück, genoss den Kabelanschluss am Fernseher und das wohl schlimmste Programm der deutschen Fernsehkunst: Germanys Next Topmodel. Währenddessen habe ich wohl das getan, was jeder vernünftig denkende Mensch tun würde: Ich habe gegessen und bin dann in einer Futter-Induziertes Koma gerutscht.

Na dann, Gut Nacht.

Am nächsten Tag erwachte ich unnormal früh und schaltete prompt wieder den Fernseher ein. Erneut war dies ein enormer Fehler, aber die Informationen, die ich den jeweiligen Morgensendungen entnehmen konnte, hätte ich an diesem Morgen nicht missen wollen. Jetzt kann ich hingegen gut damit leben, dass mir diese dargereichten Neuigkeiten nun wieder vollends entfallen sind. Ich weiß aber noch, dass Mister Schweighöfer zu Gast war. Entweder auf Sat1 oder RTL. Ich kann mich nicht entscheiden, aber zum Glück ist das nur kaum relevant für mein weiteres Leben.

Da ich zwischen meiner Abreise und dem Auschecken aus dem Hotel noch sehr viel Zeit übrig hatte, tollte ich noch etwas mehr auf dem Spielplatz herum, den ich am Vortag entdeckt hatte. Das war eine gute Entscheidung, weil ich bemerkte, dass der Spielplatz noch größer war als ich am Abend gedacht hatte. Das Klettergerüst, welches ihr im Titelbild sehen könnt, hatte ich zum Beispiel am Abend gar nicht wahrgenommen. Dieser Teil war definitiv für die Pros mit den verrückten Skillz. Meine könnt ihr im Video begutachten. Bitte lacht euch nicht tot. Das wäre nicht so schön.

Außerdem habe ich an diesem Morgen eine unglaublich schlimme Straftat begangen: Ich habe mir ein Brötchen vom Hotelfrühstück geklaut. Ich habe mich dabei so schlecht gefühlt, weswegen ich es nur sehr rudimentär belegte. Darum hat es auch so geschmeckt, wie es eben geschmeckt hat – nicht gut und überaus fad. War das der kriminelle Beigeschmack? Von Regensburg bis Hof saß mir auch noch eine junge Polizistin gegenüber. Darf ich das als weiteres Omen deuten?

Ich weiß es nicht, aber selbst auf der Hinfahrt durfte ich Zivilpolizisten studieren. Bekommt man mit dem Eintritt in den Dienst der Bundespolizei automatisch einen angsteinflößenden und autoritären Blick? Wenn ja, sollte ich meine Karriereziele überdenken.

Meine Heimatstadt begrüßte mich am Abend mit dem besten Regenwetter und genauso vielen sozialen Interaktionen wie auch am Abend zuvor im Hotel. I’m such a hermit. Ach und meine erste Aktion im Heimathafen war es einen Schokokuchen zu backen. Das sind Prioritäten! :)

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Friday Fail #59 – Die traurige Fifty Shades of Grey Hysterie

Seit ich an einem Mittwoch im Februar mit weit über 300 anderen (zudem hysterischen und womöglich auch vaginal gesteuerten) Frauen im neuen Fifty Shades Film saß, geistert mir ein Gedanke im Kopf herum: Wieso wird die Beziehung der beiden Hauptcharaktere als romantisch und vor allem als begehrenswert bezeichnet?

Ich finde diese Beziehung eher traurig.

Davon mal abgesehen, dass diese Charaktere unglaublich flach sind und in der Regel kein neuer Autor mit solchen Figuren ein Buch veröffentlichen könnte. Jede Dramaturgie in den drei Büchern ist nicht kunstvoll eingewebt, sondern mit Macht hinein gepresst wurden. Diese Bücher sollten doch lieber das bleiben was sie sind: Drei-Groschenromane, die einer Verfilmung nicht Wert wären. Wieso wurden sie aber dann doch verfilmt? Weil ein Großteil der Bevölkerung diese Geschichte ohne Reflektion, unglaublich herzzerreißend findet. Eigentlich sollte sie viel lieber als frustrierend bezeichnet werden.

Keine Beziehung kann nur auf Geschlechtsverkehr und Geilheit fußen. Am Anfang, in der Phase, in der man die rosarote Brille tragen darf, mag das wohl funktionieren aber danach? Worüber unterhalten die sich? Wie viel Geld sie verdienen und ausgeben können? Wohin sie fliegen können? Das müssen hochwertige Gespräche sein, wenn die sich jeden Abend die Taschen vollpranzen. Wahrscheinlich sind diese auch auf einem unerreichbaren Level intellektuell.

Geld macht auf Dauer nicht glücklich (aber natürlich macht es Dinge einfacher). Nicht umsonst gibt es so viele unglücklich verheiratete reiche Menschen… Ebenso kann es niemanden glücklich machen, wenn jemand von einer Person abhängig ist. Mit diesem Satz meine ich sowohl Christian als auch Ana. Die zwei spiralisieren sich in eine gegenseitige Abhängigkeit, die in weiter Konsequenz nicht gut für den einen noch den anderen sein kann.

Fassen wir kurz die Fakten zusammen:

Dieses Buch wurde geschrieben um die zwei drögen Twilight Stars eine glückliche Beziehung haben zu lassen. Die Beziehung hat funktioniert, aber die Qualität litt. Twilight ist kein Meisterwerk, aber dabei trotzdem auf textlicher und filmischer (nicht schauspielerischer) Basis besser als Fifty Shades of Grey.

Wenn wir schon dabei sind diese zwei Teenietraummärchen miteinander zu vergleichen, möchte ich hervorheben, dass Edward und Bella wenigstens nicht nach 3 Monaten des wilden Turtelns geheiratet haben. Unsere beiden (für mich) Antihelden sind im ersten Buch gerade einmal einen Monat (wenn nicht sogar weniger) in ihrem intensiven Liebesspiel involviert, dann herrscht kurz Funkstille und im darauf folgenden Monat wird sowohl geheiratet, furchtbare Dramaturgie angewandt und uns gezeigt wie schlecht Ana in Sexualkunde aufgepasst hat und wie Christian das Thema der Verhütung total ignoriert. Es ist doch die selbstverständliche Pflicht der Frau sich darum zu kümmern.

Und im eben jenen Monat bemerkt eine doch etwas verwunderte junge Frau, dass sie schwanger ist. Wow! Und so ein Buch ist ein Bestseller? Wieso kämpfen wir Mädels eigentlich für Gleichberechtigung, wenn wir solchen sozial und intellektuellen unterwürfigen Scheiß toll finden sollen?

Feminismus geht alle was an.

Man kann auch feministisch sein und sich trotzdem auspeitschen lassen. Oh man.

Mich würde ja überhaupt nichts wundern, wenn dieses belletristische Meisterwerk von dem „starken“ Geschlecht geschrieben worden wäre, aber das wurde es leider nicht. Diese Schriftstellerin schlug mit ihrem Meisterwerk, die auf viel zu vielen unnötig gefällten Bäumen gedruckt wurden, ihre Schaufel nur noch tiefer in den Graben namens „Feminismus brauche ich nicht!“.

Dieses unnötig romantisierte und unheimlich unrealistische Bild einer Liebesbeziehung macht uns eigentlich nur noch mehr kaputt. Wir leben in einer Zeit, in der jeder Angst vor festen Bindungen und besonders Ehe hat. Dieses Buch denunziert diese Institution doch leider nur noch mehr. Nach drei Monaten heiraten? Und das nur, weil jemand sich sicher sein will, dass der andere ihm voll und ganz gehört? Das ist nach meiner Auffassung die falsche Herangehensweise. Man sollte sich auch ohne Ehe sicher sein, dass der Partner immer auf und an seiner Seite ist. Ehe ist doch nur ein Katalysator für die Qualität der Beziehung und nicht die Lösung für alle Schwierigkeiten. Und hier spricht ein glücklicher Dauersingle.

Trotzdem möchte ich nicht so einen Freund wie Christian Grey. Ich will mir meine Kleidung, Auto und Handy (immerhin teilt er im Buch Blackberrys aus – kleiner Symphatiepunkt!) selbst aussuchen. Selbst der Gedanke, dass dieser kontrollsüchtiger Typ Mann als das non-plus-ultra Vorführmodell in Sachen Beziehung gilt, lässt es mir kalt den Rücken runter laufen. Wieso ist es erstrebenswert in jeder Lage und Situation seines Lebens vorgeschrieben zu bekommen was man zu machen hat? Wenn man dies zulässt, hört man doch in der letzten Konsequenz auf selbstständig zu denken und wird zu einer leeren Hülle, die artig ihren Frühstücksbrei schlürft und hin und wieder gebraucht wird um mit einem Penis ausgefüllt zu werden. Ist das wirklich das Leben was man sich wünscht? Ist das Liebe? Ist das Leidenschaft oder nur Lust?

Bedenken wir aber auch noch folgendes:

Das ist Anas erste Liebe. Woher weiß diese junge Dame denn eigentlich was Liebe ist? Ich dachte meine erste große Liebe würde auch ewig halten und auch dieser Herr wollte bestimmen was wann wo passiert. Ich bin zu dieser eben erwähnten Hülle geworden. Dieser Herr fand die Hülle nicht sonderlich attraktiv und hat sich folglich von mir differenziert. Herzergreifende Dramen gab es auch. Dadurch ist die ganze Sache aber nicht zu einem Bestseller geworden. Es war nur unschön.

Wieso gibt die Autorin der Bücher der nach starken Frauenfiguren lechzenden Jugend nicht eine eben solche Figur? Weil sie es nicht kann, oder weil die den Aufwand scheut? Natürlich ist es anstrengender etwas zu erschaffen, was nicht bereits existiert. Die etwaigen Erfolgschancen sind selbstverständlich auch höher wenn man seinen Inhalt in eine bereits gefräste Nut (Sinnbild für einen hoch frequentierten Absatzmarkt) legen kann. Aber macht das aus einem Zeitungsreporter einen Künstler? Eher nicht. Die Schriftstellerin bleibt die rhetorische Figur des Reporters. Sie bedient die Sensationsfreude der Kunden. Aber was macht die „Schriftstellerin“ nun? Sie wird jetzt sicherlich in Geld schwimmen, aber ich glaube kaum, dass sie es versuchen wird oder auch kann weitere Bücher auf den Markt zu geben. Diesen Erfolg wird sie mit keiner anderen Geschichte replizieren können, zumal es diese Geschichte ja nicht einmal zu 100% aus ihrer Feder stammt.

Spiegelt das auch unsere Gesellschaft wieder? Stirbt die Originalität nun vollständig aus. Röchelte sie mit dem aufkeimendem Hype um Fifty Shades of Grey schon auf dem Schlachtfeld der Ideen ihre letzten Atemzüge? Ich werde demnächst auch einen Bestseller umschreiben, in dem ich Eskapaden, Skandale und Mord mit hineinschreibe.

Dieses Thema ist einfach nur traurig.

Ist E. L. James dann wirklich eine Schriftstellerin oder jemand, der dank der Sensations-Geilheit der Menschen tatsächlich unglaubliches Schwein hatte? Gerade beim Überfliegen Ihres Wikipedia Eintrags erblickten meine Adleraugen einen Satz, der mich resigniert den Kopf schütteln ließ: Sie gehört laut dem Times Magazins zu den 100 einflussreichsten Menschen der Welt. Klasse. Jemand, der keine starke und relevante Aussage in drei Büchern packen kann, gehört zu denen, die die Möglichkeit und Macht hat die Gesellschaft zu beeinflussen. Ich habe ja schon immer gesagt, dass unsere Gesellschaft zu Grunde geht, aber heute Abend habe ich es mal wieder ausführlich darlegen und beweisen können.

Gute Nacht.

 

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