Festivaltour 2013 (2): Bang Your Head

Auf zu Runde zwei in unserem lustigen Festivalspielchen! Wir schreiben einen Freitag in einer überhitzten Juliwoche. Der Rock-Harz Auftritt von Alpha Tiger liegt wenige Stunden zurück und schon drängt wieder die Zeit. Das Bang Your Head Festival ruft aus Balingen. Also Zelt kunstvoll wieder in die viel zu kleine Tasche packen (die übrigens schon nach einmaligem Gebrauch des Zeltes gerissen ist) und ab in den Bus!

Kurz vor knapp kamen wir dank meinen großartigen Orientierungskünsten im Backstagebereich an und mussten somit nicht bis zum nächsten Tag warten um unsere Pässe und alle anderen Informationen zu bekommen. Zu diesem Zeitpunkt spielte Saxon übrigens auf der Hauptbühne. Bei meinem letzten Bang Your Head Besuch in 2010 durften sie die Warm Up Party Headlinen.

Muss ich noch erwähnen, dass Bang Your Head (obwohl die Anfahrt so kompliziert ist) eines meiner Lieblings Festivals ist? Das Festivalgelände ist (glaube ich) nicht viel größer als das vom Rock Harz und die Bandauswahl ist einfach nur geil! Hell waren der Hammer. Mit den Gitarristen habe ich im Backstage noch geredet. Leider aber nach meinem Geschmack viel zu kurz.

Die Reise begann mit einem richtig gut-deutsch gekacheltem Rasthofsklo und einem ungekrempelten Schleif. Kennt jemand von euch noch den Umgekrempelten von Nickelodeon? Den fand ich btw unglaublich unfassbar cool.






Nachdem wir heil angekommen waren, haben wir unser Zelt im Dunkeln aufgebaut und gepflegt das nächste Bier gesucht. Ich habe zudem endlich Sabrina kennen gelernt und gleich ewig gequatscht und dem Twisted Sister Tunnel alle Ehre gemacht. Das war toll.

Am nächsten Morgen ging es mal wieder zu früh los, da Alpha Tiger als zweite Band des Tages spielten. Wann spielt Peters Band endlich mal zur Primetime…

Zum Glück gab es reichlich Kaffee im Backstage. Ich weiß nicht, wie die anderen das ohne schaffen… Zumal mein Tag-Nacht-Rhythmus durch die vorausgegangenen Unitage noch mehr nach hinten verrückt war… Das Frühstück war übrigens nicht so wirklich prall. Während ich mein versalzenes Rührei wenig begeistert gegessen habe bekam ich einen Vortrag über Salz. Welches Gut und welches Schlecht ist, mit Vor- und Nachteilen. Das wurde dann meinem Gedärm zu viel und ich musste schleunigst verschwinden…






Nach Sanctuary bin ich im Backstageschatten abgetaucht und hab mich erstmal ausgeruht – also so gut es ging. Zudem haben Peter und ich den Gitarristen äußerst belästigt. Meine Fotos mit ihm werde ich nicht zeigen, da ich so sagenhaft unfotogen bin. Auf einer Skala von 1-10 bin ich eine 45.
Beachtet auch bitte das T-shirt vom Gitarristen. Das ist das Festival-Shirt vom Bang your Head. Ich weiß nicht ob es nur für die Bands war oder nicht, aber in jedem Fall ist es unglaublich hässlich. Ich habe es liebevoll das Back-Back-Print Shirt genannt, da es wie der Name schon verrät aus zwei Print besteht, die qualitativ gesehen nur als Backprint funktionieren können. Aus diesem Grund habe ich ein ohnehin (aus Wut ?) zerrissenes Shirt in zwei Tops umgenäht.






Achso. Ich Fauti hat mich übrigens sehr lieb! Sieht man doch!









Außerdem war es an diesem Tag noch unglaublich unfassbar heiß, sodass ich schon um 10 wusste, dass ich es nicht lebend durch den Tag schaffen werde. Meine Befürchtungen haben sich auch Bewahrheitet. Der Rettungsschwimmer, der es eigentlich besser wissen müsste, bekam nen ordentlichen Sonnenstich. YAY!!! Deswegen kann ich nichts zu den folgenden Fotos sagen, die waren einfach auf meinen Kameras drauf.









Nach meiner zwei (?) stündigen Pause spazierte ich gut gelaunt im lieblings-MUCC Pulli wieder übers Festival. Iced Earth hatte ich glorreich verpasst. Dafür habe ich aber im Backstage mit John Schaffer über Flaggen und Rassismus geredet. Wusstet ihr, dass ein Elternteil von im aus Deutschland ist?? Genauso wie die Familie von Brian Allen – der Sänger von Vicious Rumours. Der hat mich zu später Stunde auch unglaublich angepimmelt. Der war mir ehrlich gesagt sehr unheimlich.

Dann kam noch der Ande von Kissin‘ Dynamite dazu und hat Peter uns mich ernsthaft gefragt, wie lange wir früh im Bad brauchen. Das war komisch. Peter meinte darauf nur, dass wir naturhübsch sind. Aber man kann solche Fragen jemandem nicht übel nehmen, der sich für einen Auftritt seinen kompletten Körper einölt.