Reise in die Tiefe.

Der überaus kreative Titel dieses Blogeintrags ist der überaus kreative Titel meines ersten etwas längeren Animationsfilm. Es ist eine Whiteboardanimation, an der ich stolze 7 Tage von früh bis spät saß. Kam halt darauf an, wie lange die Sonne mitspielen wollte. Ich hatte nämlich aus Mangel an richtigen Lampen zum Ausleuchten gleich vollständig auf natürliches Licht gesetzt.

Der Einzige, der nicht wirklich von Anfang bis Ende tapfer mitgespielt hat, war der schwarze 2,99€ teure Whiteboardmarker von Edding. Am Samstag Nachmittag, als in der Stadt schon alle Läden zu hatten musste ich einen neuen kaufen und deswegen extra zum Müller fahren. Falls ihr vorhabt auch eine Whiteboardanimation zu machen kommt hier ein sehr guter Tipp: Kauft den 99 Cent Marker von Pelikan. Der ist um Weeeelten besser als der von Edding und er trocknet nicht so schnell und man kann so mit dem bessere schwarze Flächen malen.

Im Abspann hab ich den Namen meines Profs vergessen. Am Ende war ich auch etwas in Eile. Ob er mir das verzeihen kann, werde ich morgen mitbekommen. Da werden wir nämlich über dieses Meisterwerk reden. Aber guckt euch erstmal das Video an.

Was ich jetzt schon weiß ist, dass er (der Professor) das Ende mit dem Ton in Verbindung mit der Dunkelheit wunderbar findet und es so noch einmal eine andere Qualität bekommt. Da hat Peter echt eine wunderbare Arbeit gemacht.

Für dieses Semester plane ich übrigens auch wieder eine Whiteboard Animation zu machen. Mit mehr Mehr. Damit meine ich: mehr Farbe, mehr Striche, mehr Interaktionen meiner Hände…

Apropos Hände: Meine sahen beim Animieren immer schrecklich aus. Ich hab nämlich alle Striche immer mit den Fingern weggewischt. Sollte ich in Zukunft lassen. Was ich aber beibehalten werde ist meine Konstruktion.

Diese Bestand aus den typischen Zutaten: Stativ und Kamera. Da mein Stativ unter dem Gewicht der angebrachten Kamera immer umzustürzen zu drohte, habe ich kurzerhand 4 Kilo (oder mehr) an Gewichten hinten dran gehängt. Einmal ist diese Konstruktion trotzdem umgestürzt und mein Objektiv hat einen ordentlich aufs Dach bekommen. Zum Glück ist aber nur das Whitboard eingedellt worden. Meinem Objektiv gehts dank gutem Karma sehr gut.

Bevor ich es ganz und gar vergesse: Ich hatte das Programm Dragonframe als Hilfe. Man kann da nämlich dank LiveView in meiner 50D sehen, was gerade gemalt wird. Beziehungsweise das nächste Bild nach der Vorlage des Alten erstellen. Natürlich hatte ich nur die 30 Tage Testversion aber das ging auch super, obwohl jeder Take nur 50 Bilder lang sein konnte. Deswegen hatte ich dann am Ende 23 Takes (den Einspann und die ersten Szenen nicht eingeschlossen) erstellt. Was noch toll an der Software ist, dass es ein Schnappschussfoto und eine Hochwertiges gleichzeitig macht und automatisch eine wunderbar einfache Ordnerstruktur erstellt wird. Kurz um: Dieses Programm ist extrem großartig. Es kommt nur nicht mit der Aero-Darstellungsform von Win7 klar.

Nachfolgend ein paar Fotos zum angesprochenem Aufbau. Übrigens war der Batterienverbrauch von meiner Kamera extrem. Aller paar Stunden musste ich den Akku tauschen. Zeitweise hab ich meiner Kamera sogar Abkühlungspausen gönnen müssen. Die Wärmeentwicklung war mir dann doch etwas zu suspekt.