Friday Fail #11 – Mitbewohner Teil 2

Suprise Suprise. It’s meee. I missed this.

Lang lang ist’s her. Ich vermisse es echt mich jeden Freitag grundlos aufzuregen. Dieses Format war/ist mein liebevoll mit Schimpfwörtern vollgestopftes kleines gefräsiges Montervieh. Das bringt jetzt leider nur noch ein heiseres Keuchen hervor anstatt wie einst gewaltige und monströse Feuerballen. (OMG, Ich gucke eindeutig zu unkontrolliert und inflationär Dethklok)

In der vergangenen Zeit hätte ich übrigens genug Themen gegeben um mich tot zu depatieren:

– die Tante im Copyshop, die nicht rechnen kann und ich deswegen doppelte Wege laufen muss bzw doppelt bezahlen muss..
– die Tatsache, dass ich meine 4 !!!!!!! Wecker nicht mehr höre und somit bis nach Mittag schlafe.
– dass der Body meiner Analogen Kamera einen Anschlag auf meine Bananenpflanze geplant und ausgeführt hat. Zum Glück schlug dieser zum Teil fehl.
– dass ich meine Mitbewohner mit einem buchstäblichen (ich vermute sogar echten) Zaun schlagen könnte und sie würden nicht meine Andeutungen mitbekommen. Ach, wieso haben die keinerlei Gewissen? Das ist jetzt sicherlich Out.
– ich werde eindeutig von diesen als Putzfee angesehen
– …

Eins muss ich noch klarstellen bevor ich vollkommen loslege: Ich weiß, dass alles gut ist ABER ich weiß auch, dass jeder ein kleines Ventil braucht und da ich so geil drauf bin, mich geistig im Internet zu entkleiden mach ich das nunmal hier. (Wenn das jemand nicht lesen mag, muss er es ja nicht. Außerdem finde ich es immer genial, dass meine geistichen und meist extralangen Ergüsse wirklich gelesen werden). Weiterhin will ich Peter nicht mit diesem ganzen Meckermüll vollhäufen, denn dazu ist er nicht da. Deswegen ist es wesentlich besser, wenn ich meinen überflüssigen Unmut lieber über den Ether schicke.

 

Da ich jetzt ja wieder gut besittet bei Peter lebe, habe ich wieder Zeit zu meckern und mich über meine Mitbewohner auszulassen.

Prophylaktisch gesehen kann man nichts gegen meine Wutanfälle in Hinblick auf meine Mitbewohner unternehmen. Zettel am Kühlschrank werden nicht gelesen, gesagtes fällt – wie schon oft erwähnt – fein verpackt ins Loch der Vergessenheit und ward nie wieder gesehen und für fremde Dinge fühlt man sich eh nicht verantwortlich.
Darunter fällt der Staubsauger, putzen und vorallem von ihnen eingesautes Geschirr, welches ich original in die WG geschleppt habe.

Ersteres habe ich erst kürzlich gerettet. Ich konnte ihn nicht mehr leiden sehen. Außerdem waren mir diese Staubflußen, die zu 99% aus den mittellangen Haaren meines hippieähnlichen Mittbewohners und zu einem Prozent aus seinen heruntergefallenen und vergessenen Zigarettenfilter bestanden, ein Dorn im Auge. Ich sag nur NJAM!
Wie auch immer. Der arme Super-Staubsauger wäre fast erstickt, wenn ich nicht mit einem goldenem… eehmm… SCHRAUBENZIEHER angerückt wäre. Ich will nicht wissen was der Jugendliche Mitbewohner mit dem armen Kerl gemacht hat. Wieso ich ihn unter Verdacht habe? Zu der Zeit als er mit seinen Eltern antanzte um sein ganzes Zimmer 100%ig aus Ikea zu kaufen, hatte er echt ständig an meine Tür geklopft und nach staubsaugerbezogenen Ausfällen und Eigenheiten gefragt. Ein Tag später schniefte der Gute (der Staubsauger) praktisch wie eine alte Dame, der ein großes Stück Torte im gierigen Hals steckengeblieben ist.

Soweit ist alles noch vertretbar. Jeder hat mal Verstopfung. (Beim Mensch helfen übrigens Trockenpflaumen Wunder!) Aber anstatt den tapferen Krieger von seinen Höllenqualen zu befreien, entschied sich der Jungspund eher die Weicheier-Variante zu wählen. Er wechselte, anstatt mal zu gucken wo der Klumpen fest sitzt und wie man diesen eventuell entfernt, den Saugfuß gegen diese Miniwinzipinzidüse. Als ich das gesehen habe musste ich (nachdem ich fertig war mit dem Doof-gucken) ersteinmal laut loslachen. Mein Gott wie blöde. Echt zum Kopfschütteln. Ich habe dafür keine Worte. Außerdem finde ich das überaus egoistisch. Ja ich weiß, es ist nur ein verfickter alter Staubsauger, der ja wirklich schon seine besten Jahre hinter sich hat. Trotzdem kann man doch alle lebensverlängernden Maßnahmen einleiten die möglich sind.

Es ist nämlich ein Ding, welches man ab und zu wirklich braucht. (Übrigens hätte eine Gabel auch gereicht um das Halsaua des Staubsaugers weg zu operieren. Diese sollte man danach aber abwaschen.) Im Gegensatz zu der Bassbox des Jugendlichen, die zu meinem Leidwesen überaus gut funktioniert. Am Liebsten würde ich diese entweder aus dem Fenster werfen oder der Weimarer Bahnhofsviertel-TrinkfreundeCrew als Klo vermachen. Dann wären auch (zu meiner Freunde) endlich die Heim Drum&Bass Parties geschichte.

Ich bin in letzter Zeit auch etwas freizüger in Hinblick auf die Lautstärke meiner Musik (sogar 3 Uhr morgens) geworden. Das liegt daran, dass die Frequenz gestiegen ist, in der ich Hip Hop und andere Basslastige (zum Teil auch elektronische) Tanzmusik über die Vibrationen im Fußboden vernehme. Es ist echt nicht hilfreich, wenn man endlich in einer Phase ist, in der man konzentriert arbeiten kann und somit auch etwas schafft und sich dann dein Stuhl durch die besagten Vibrationen in Richtung Tür bewegt. (Diese Konzentrationsphase tritt bei mir meistens Nachmittags bis späten Abend ein. Mein Tagesablauf ist total aus den Fugen…)

Ich will mich hier auch nicht als Dorftroll darstellen, der nur eine bestimmte Art an Musik zulässt. Nein, mir ist das sowas von Wurst, was der allgemeine Mitbewohner hören muss, damit er glücklich ist. Das Einzige was ich will, ist das Recht darauf, dass ich in meinem Zimmer mit meinen Gedanken und meiner Musik alleine sein darf, ohne dass ein penetranter Bass ungefragt in mein Zimmer einbricht und was auch immer anstellt… denkt euch was aus.

Wenn irgendwas meinen Magen auf Linksverkehr polen darf dann ist das Dröhnen eines Metalkonzerts und hier klammere ich mal das Dröhnen von Mayhem aus. Das hat mich fast kotzen lassen. Ok, ich hatte vorher auch viel getrunken und ein Ellenbogen in die Rippen bekommen – toller Tag übrigens.

 

Achso noch ein Wort zu der Welt „Was geht mich das an? Es gehört doch nicht mir!“, in der wir hier leben:

Leute, die so denken gehören nicht in eine WG, da diese eine Gemeinschaft vorsieht. Solange man also immer nur an sich selbst denkt, sein Geschirr in seinem Zimmer aufbewahrt und nur das putzt, was einem gehört oder betrifft, sollte man seinen ganzen Ikeakram packen und in ein Wohnheimzimmer ziehen, welches zudem noch günstiger (?) und näher zum Zentrum ist.

Wieso ich meine netten Mitbewohner nicht darauf Anspreche? Stellt euch unseren Flur als winterliche Feldlichtung vor. Ich bin der/die/das Förster. Die Mitbewohner besonders scheue Rehe. So nun betritt der Förster die zentrale Handlungsfläche und was denkt ihr was die metaphorischen Rehe machen? Eins kann ich schon mal sagen: Sie kommen nicht mit Kaffee und Kuchen an. Das hingegen wäre schön.